Warum du oft nicht widerstehen kannst – und was wirklich dahintersteckt
Kennst du das? Du leidest unter Gastritis oder einem empfindlichen Magen und weißt genau, dass Schokolade nicht die beste Wahl für dich ist – und doch landest du immer wieder vor dem Süßigkeitenschrank. Vielleicht hast du es dir sogar schon oft verboten, aber irgendwie scheint die Schokolade dich magisch anzuziehen. Warum ist das so? Und noch wichtiger: Wie kannst du achtsamer mit diesem Verlangen umgehen, ohne dich selbst zu verurteilen?
Warum Menschen mit empfindlichem Magen oft süchtig nach Schokolade sind
Dein Körper ist nicht gegen dich – er sucht nach Ausgleich
Schokolade enthält Zucker und Fette, die im Gehirn Glücksgefühle auslösen. Besonders wenn dein Magen oft gereizt ist, kann es sein, dass dein Körper nach genau diesen beruhigenden Stoffen verlangt. Gleichzeitig ist Schokolade schnell verfügbar und gibt dir für einen kurzen Moment das Gefühl von Wohlbefinden – leider oft mit unangenehmen Folgen für deinen Magen.
Häufig spielen auch folgende Faktoren eine Rolle:
- Stress & Emotionen: Ein gereizter Magen steht oft mit Stress in Verbindung. Schokolade kann kurzfristig trösten, weil sie das Belohnungssystem aktiviert.
- Blutzuckerschwankungen: Wenn du tagsüber wenig oder sehr kontrolliert isst, kann dein Körper am Abend nach schneller Energie verlangen – und Schokolade scheint dann die perfekte Lösung.
- Gewohnheit: Oft ist der Griff zur Schokolade ein Automatismus. Wenn du dich abends immer wieder dabei erwischst, ist das vielleicht eine eingeprägte Routine.
Aber anstatt dich für dein Verlangen zu verurteilen, lohnt es sich, mitfühlend hinzuschauen: Was brauchst du eigentlich wirklich?
Was steckt hinter dem Heißhunger auf Schokolade?
Körperliche und emotionale Bedürfnisse erkennen
Bevor du zur Schokolade greifst, nimm dir einen Moment Zeit und frage dich:
🔸 Bin ich wirklich hungrig – oder eher müde oder gestresst? Manchmal will dein Körper eigentlich Ruhe, bekommt aber stattdessen Zucker.
🔸 Habe ich heute genug genährt – nicht nur mit Essen, sondern auch mit Wohlgefühl? Emotionale Leere versucht unser Körper oft mit Essen zu füllen.
🔸 Gibt es eine sanftere Möglichkeit, mir Gutes zu tun? Ein warmes Getränk, eine sanfte Bauchmassage oder eine kleine Pause können Wunder wirken.
Es geht nicht darum, Schokolade zu verteufeln – sondern darum, bewusster wahrzunehmen, was du gerade wirklich brauchst.
Wie du liebevoll mit deinem Verlangen umgehst
Schokolade genießen, ohne dich schlecht zu fühlen
Falls du Lust auf Schokolade hast – dann gönn sie dir bewusst! Hier ein paar Tipps, wie du den Genuss achtsamer gestalten kannst:
💛 Iss mit voller Aufmerksamkeit: Statt die Schokolade nebenbei zu essen, nimm dir Zeit, sie wirklich zu schmecken und zu genießen.
💛 Wähle bewusst aus: Vielleicht verträgst du dunkle Schokolade oder eine Sorte mit weniger Zucker besser?
💛 Finde Alternativen: Falls du feststellst, dass du oft emotional isst, probiere aus, was dir sonst noch guttut – ein Spaziergang, eine Wärmflasche auf dem Bauch oder eine kleine Meditation.
💛 Vergiss die Selbstverurteilung: Ein Stück Schokolade macht dich nicht „undiszipliniert“. Dein Körper versucht nur, sich um dich zu kümmern – und das ist okay.
Fazit: Dein Körper spricht mit dir – hör ihm liebevoll zu
Selbstmitgefühl ist der Schlüssel – nicht Kontrolle
Der abendliche Griff zur Schokolade ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Hinweis darauf, dass dein Körper und deine Seele etwas brauchen. Anstatt dagegen anzukämpfen, kannst du lernen, bewusster mit diesen Momenten umzugehen. Und wenn es doch mal die Schokolade wird? Dann genieße sie – mit einem Lächeln und ohne schlechtes Gewissen. 💛🍫